snow white ist bei einem Vorbereitungs-Shooting zu einem HighKey-Workshop entstanden. Das ich das später bei den Workshops noch bereuen sollte, konnte ich zum dem Zeitpunkt noch nicht wissen.

Foto: Frank Eckgold | Model: TotalBlue
Foto: Frank Eckgold | Model: TotalBlue

Warum ich es bereut habe? Ganz einfach – dieses Motiv ist nicht so ganz ohne. Zum einen der schneeweisse Rock und zum anderen die nicht weniger hellen Haare von Model TotalBlue. Beides in Kombination mit gebräunter Haut ist nicht gerade ideal für ein HighKey-Foto, und schon garnicht, wenn die Teilnehmer eines Workshops zum Thema HighKey genau dieses Motiv umsetzen wollen. Da entsteht dann schon mal ein etwas  erhöhter Erklärungsbedarf und … hier und da enttäuschte Gesichter, wenn die Kamera des ein oder anderen Teilnehmers nicht den benötigten Dynamikumfang an Bord hat 🙂

Der Lichtaufbau
Lichtaufbau zu snow white
Lichtaufbau zu snow white

Der Lichtaufbau müsste in etwa so ausgesehen haben, wie links skizziert. Das Shooting ist schon so lange her, dass ich mich kaum erinnern kann. Aber wenn man sich das Foto ansieht und die Schwierigkeiten aufgrund der oben angesprochenen Punkte bedenkt, dann kommt die Skizze schon relativ nah an die damaligen Verhältnisse ran. Ich könnte jetzt einfach mal behaupten, es war genau so…aber das tue ich nur, wenn es unbedingt notwendig ist 🙂

Wenn Du dir das Foto genau ansiehst, dann erkennst Du, das der Rücken etwas mehr Zeichnung hat, als die vordere Partie. Das bedeutet, die beiden Octoboxen waren in etwa gleichmässig auf die Arbeitsblende (f8.0, 1/125 sec, ISO 100) eingemessen und die Softbox hinter dem Model lag in etwa eine Blende darunter.

Das Foto habe ich aus einer deutlich überhöhten Position gemacht. Hier kam mal wieder eine Leiter zum Einsatz.

Das Finish
Vergleich RAW & JPG
Vergleich RAW & JPG

Das RAW zeigt den Unterschied zwischen Rock, Haaren und dem gebräunten Body.

Hier wird deutlich, welche Probleme auftraten. Ich brauchte ausreichend Zeichnung in den Lichter-Bereichen und einen ausreichend belichteten Körper. Nicht einfach, aber machbar. Es ist jetzt auch erkennbar, warum Kameras der älteren Bauart (den angesprochenen Workshop haben wir ab 2007 angeboten, da waren teilweise noch DSLR’s der ersten Generation mit ihren Fotografen bei unseren Workshops) hier aufgegeben haben. Sie waren nicht in der Lage, in den Lichter-Bereichen noch ausreichend Zeichnung zu liefern. Der Rock und die Haare waren zum Teil vollkommen ausgefressen/überbelichtet.

In Photoshop ist nicht so viel passiert. Die Umwandlung in schwarzweiss und den HighKey-Effekt habe ich bei diesem Foto mit Bordmitteln von Photoshop gemacht. Die PSD-Datei zeigt mir das ganz deutlich (Hatte ich zu dem Zeitpunkt noch kein NIK Silver Efex? 🙂 ).

Tipp: Noch mehr Making of’s findest Du in Band 8 (Wie wirds gemacht? – Beispiele für Lichtsetups) des kleinen Foto-Ratgebers, in Band 11 (Wie wirds gemacht? – Lichtsetups – Folge 2) sowie in einer Print-Ausgabe (Wie wirds gemacht – Das Buch)!

Making of zu „snow white“

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