Bilderklau im Internet – News aus der Rechtsprechung:

Das Landgericht in Berlin hat mit seinem Urteil vom 30.07.2015 unter dem Az. 16 O 410/14 entschieden, dass die Tabelle der Fotomarketing-Vereinigung MFM bei einem “Bilderklau” nur anwendbar ist, wenn der Rechteinhaber eine entsprechende Lizenz besitzt. Wenn es keine Anhaltspunkte für die Höhe des Bildwertes gibt, kann ein Gericht im Wege der Schadensschätzung auch nur 100 Euro Schadensersatz festlegt. Im Falle der Nichtnennung des Fotografen ist ein 100% Aufschlag zu gewähren.

 

Mein Fazit zum Bilderklau im Internet

Bilderklau im Internet
Bilderklau im Internet

Der Bilderklau im Internet bleibt billig. Trotz verschiedener gesetzlicher Schutznormen, wie zum Beispiel denen des Urheberrechts, bleibt geistiges Eigentum in Deutschland nicht ausreichend vor rechtswidrigen Eingriffen geschützt. Dererlei Taten bleiben ein Kavaliersdelikt, wie auch dieses Urteil wieder zeigt.

Gut, dass die Richter nicht ihr Brot mit ihrem “geistigem Eigentum” verdienen müssen.

Ein Foto, das ein Profi oder auch nur ein Amateur beispielsweise in einem Studio von einem Model aufgenommen hat, ist nicht ausreichend vor Missbrauch geschützt, so die Ansicht des hiesigen Verfassers.

Wenn man einmal die Kosten, die Mühen und den Aufwand, angefangen von der Anschaffung einer Kameraausrüstung mittlerer Art und Güte, den Vorbereitungen, den Kosten für das Model und das Studio, die eigenen und die fremden Fahrtkosten zusammenrechnet, und auch noch die Arbeit nach dem Shooting, sind 100 EUR Schadensersatz unbillig. Der Rechtsfrieden und die Abschreckung werden so nicht gewährleistet.

Bilderklau im Internet bleibt billig

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