Der Workshop zu

Whats up?

Der Workshop zu einem typischen Beauty-Porträt

Benötigte Ausrüstung

  • 3x Blitz
  • 2x Striplight, ca. 90x20cm
  • 1x Standard-Reflektor (Ø 18cm) mit Wabe

Benötigte Requisiten

Du benötigst ein Chiffon-Tuch o.ä. für den Hintergrund

Belichtungsparameter

  • Blende: f4.0
  • Belichtungszeit: 1/125sec
  • ISO: 100
  • Kamera: Fullframe
  • Objektiv: 70-200mm
  • Brennweite: 165mm

Informationen zum Foto

eckgolds-fotoecke.de
eckgolds-fotoecke.de

Abb. 1

Für mein Porträt „Whats up?“ ist beim einrichten des Lichts etwas Geduld gefragt. Geduld deshalb, weil hier das Haupt- als auch das Aufhelllicht leicht indirekt eingesetzt wird.

Verwendet habe ich je ein Striplight für das Haupt- und Aufhelllicht. Hier empfehle ich Striplights bis 120cm. Prinzipiell kann aber auch jede andere Größe benutzt werden. Die Striplights sollten einen Wabenvorsatz haben, da ansonsten die leicht diffuse Lichtwirkung nicht erreicht werden kann. Das es sich um Striplights handelt, lässt sich an den länglichen Reflexionen in den Augen erkennen (Abb. 1, 1). Im Hintergrund hängt ein Chiffontuch, dass durch ein Hintergrundlicht leicht aufgehellt wird (Abb. 1, 2).

Der Workshop

Die Striplights stehen recht nah am Model in einem Abstand von etwa 1,2 Meter zueinander.

  1. Du startest zunächst mit dem Hauptlicht (Abb. 2, 1). Richte das Hauptlicht direkt auf das Model und messe es auf eine Lichtstärke von einer Blende f4.0 ein. Der Abstand zum Model sollte in etwa 1,5 Meter betragen.
  2. Positioniere das zweite Striplight, dass Aufhelllicht, synchron zum Hauptlicht (Abb. 2, 2). Also wieder etwa 1,5 Meter vom Model entfernt und mit etwa 1,2 Meter Abstand zum Hauptlicht.
  3. Messe auch das Aufhelllicht auf eine Lichtstärke von einer Blende f4.0 ein. Denke daran, dass Du das Hauptlicht ausschaltest, damit es nicht die Messergebnisse verfälscht!
eckgolds-fotoecke.de

Abb. 2

Jetzt sorgst Du für ein leicht diffuses Licht.

  1. Drehe beide Striplights um einige Grad vom Model weg (Abb. 3, 1). Dadurch sorgst Du für einen Effekt, der indirektem Licht ähnelt.
  2. Fotografiere ein erstes Foto und korrigiere das Hauptlicht und das Aufhelllicht, bis Du ein zufriedenstellendes Ergebnis erhältst.

Um den Effekt des „raus drehens“ zu verdeutlichen, habe ich dir die Lichtführung der Striplights skizziert (Abb. 4).

Ein Striplight (mit Waben!) strahlt ein nur begrenztes Licht nach vorne, dass zu den Seiten rasch in der Leistung abfällt. Und genau diesen Effekt mache ich mir oft zunutze, um ein besonderes Licht zu erzeugen.

eckgolds-fotoecke.de

Abb. 3

Du solltest also die Striplights soweit raus drehen, dass sich das „Restlicht“ vor dem Gesicht des Models überschneidet (Abb. 4, 1).

eckgolds-fotoecke.de

Abb. 4

Es fehlt jetzt noch das Hintergrundlicht. Hierzu kannst Du beispielsweise einen Standard-Reflektor (18cm Ø) mit einem Wabenvorsatz und Abblendklappen verwenden.

  1. Positioniere das Hintergrundlicht seitlich hinter dem Model (Abb. 5, 1).
  2. Messe das Hintergrundlicht auf eine Blende f2.8 ein.
  3. Fotografiere ein weiteres Foto und beurteile das Lichtarrangement und die Wirkung am Vorhang/dem Chiffontuch (Abb. 5, 2).
  4. Gegebenenfalls erhöhe oder verringere die Lichtleistung des Hintergrundlichtes, bis Du ein zufriedenstellendes Ergebnis erhältst.

Variiere mit den Positionen für das Haupt- und Aufhelllicht. Variiere auch mehrfach das „raus drehen“ der Striplights und passe gegebenenfalls das Hintergrundlicht an.

Achte darauf, dass das Gesicht des Models nicht gleichmäßig, sondern diffus ausgeleuchtet wird.

eckgolds-fotoecke.de

Abb. 5

eckgolds-fotoecke.de
eckgolds-fotoecke.de
eckgolds-fotoecke.de

Vergleich RAW/JPG

Das RAW von „Whats up?“ zeigt, dass bei einer kontrollierten und akkuraten Ausleuchtung eine Nachbearbeitung bezüglich der Belichtung nicht notwendig ist.

Ich konnte mich auf die Beauty-Retusche und das umwandeln in Schwarzweiß konzentrieren.

eckgolds-fotoecke.de

Lust auf weitere Lichtsetups?

Wähle unten dein nächstes Projekt!

Die letzten Uploads & Aktualisierungen bei den Lichtsetups. Aktualisierung heißt neues und optimiertes Setup für set.a.light 3D sowie Umstellung auf FlipBook!

Die Beispiele für  Lichtsetups im Bereich „Just One Flash” wurden, wie der Name schon besagt, mit nur einem Blitzlicht fotografiert. Die meisten Beispiele lassen sich mit einem Studioblitz als auch mit einem Systemblitz (mit einem entsprechenden Lichtformer) umsetzen.

„Licht pur” - das bedeutet das außer diversen Lichtquellen nichts anderes von Bedeutung eingesetzt wurde.

Gobo-Lights sind Aufsätze oder Zusätze für Blitzgeräte. Das Licht wird durch dünne Scheiben geschickt, in denen das jeweilige Motiv ausgestanzt ist. Entsprechende Linsen in dem Aufsatz sorgen für die notwendige Schärfe. Meine Beispiele zeigen einen kleinen Ausschnitt der Einsatzmöglichkeiten eines Gobo-Lights als Lichtquelle.

So ein Motiv-Hintergrund kann dir dabei helfen stimmungsvolle Sets im Studio zu erstellen, so ganz ohne digitalen SchnickSchnack. Meine Beispiele zeigen dir wie es geht!

Auch on location ist es wichtig, ein vernünftiges Lichtsetup einzurichten, wenn mit Blitz gearbeitet wird. Meine Beispiele zeigen wie es gemacht werden kann. Und bitte nicht über die Setups lächeln, die Software, mit der sie erstellt wurden, ist eigentlich für die Studiofotografie gedacht!

Hier dreht sich neben der Lichtsetzung alles um Requisiten, mal eher unauffällig, mal deutlicher Bestandteil des Setups.